1. SINFONIEKONZERT

Johann Sebastian Bach
Fuga (Ricercata) a 6 voci
aus „Das musikalische Opfer“ BWV 1079, orchestriert von Anton Webern

Paul Hindemith
Sinfonie „Mathis der Maler“

Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Klavier Markus Groh
Dirigent Andreas Hotz

„Gehe hin und bilde“: Die Figur des Malers Matthias Grünewald hatte Paul Hindemith gleich in mehrfacher Hinsicht inspiriert.
Der Künstler, der sich, geprägt von den Realitäten des politischen Lebens, zurückzieht, um mit dem „Isenheimer Altar“ sein großartiges künstlerisches Vermächtnis zu schaffen – dieses Gleichnis hatte Hindemith zunächst in der Oper Mathis der Maler und dann, gleichsam als orchestrales Extrakt, in der leichnamigen Sinfonie in Töne gefasst und damit ein eigenes politisches Statement formuliert. In seiner Sinfonie, die aufgebaut ist wie das dreiteilige Altarbild, bezog sich Hindemith jedoch nicht nur auf den großen Renaissance-Maler Grünewald, sondern auch auf einen verehrten Komponisten der Barockzeit: Johann Sebastian Bachs ausgefeilte Kontrapunktik – in eisterhafter Vollendung in dessen sechsstimmiger Fuge aus dem Musikalischen Opfer zum Ausdruck gebracht – stand Pate für die polyphone Satztechnik der Sinfonie.
Kontrapunktische Finessen prägen auch Johannes Brahms’ 2. Klavierkonzert, aber das ist nur eine der vielen Facetten dieses Werkes, das Brahms ironisch als „ganz kleines Klavierkonzert“ bezeichnet hatte. Denn was Brahms hier in 50 dichten Minuten zusammenfasste, sprengte alle Grenzen des Genres: romantischer Geist, emotionale Dichte, stupende Virtuosität und eine komplexe Architektur, die Solokonzert und sinfonische Form zu einem neuen Ganzen führte.

30. September und 1. Oktober 2011, 20 Uhr, Großes Haus
AUFTAKT! Konzerteinführung, 19 Uhr, Orchestersaal



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