05.04.2013 - Zum 200. Geburtstag von Wagner und Verdi
ZUM 200. GEBURTSTAG VON WAGNER UND VERDI:
FESTLICHES KONZERT UND DIE WIEDERAUFNAHME VON WAGNERS "TRISTAN UND ISOLDE"
Die Wagner-Verdi-Woche vom 13. bis 20. April am Staatstheater Mainz
Den 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi feiert das Staatstheater Mainz mit einer „Wagner-Verdi-Woche“ vom 13. bis 20. April und der Neuinszenierung von Verdis „Macbeth“ im Juni. Im „Festlichen Konzert zur Wagner-Verdi-Woche“ am 13. April um 19.30 Uhr stehen sowohl bekanntere als auch unbekanntere Werke der beiden Jubilare auf dem Programm. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister des Staatstheaters Mainz, Florian Csizmadia.
Ein Woche später, am 20. April um 17 Uhr, ist dann die Wiederaufnahme von „Tristan und Isolde“ unter der Leitung von GMD Hermann Bäumer ein weiterer Höhepunkt. Wie schon bei der Premiere singen Ruth Staffa und Alexander Spemann die Titelpartien. Sehens- und hörenswert ist diese Inszenierung, die im September 2011 ihre Premiere feierte:
Erniedrigt und verraten sieht sich Isolde, als Tristan sie seinem König Marke als Braut zuführt: Tristan, der einst Morold, ihren Verlobten, ermordet hat, und den sie gleichwohl pflegte, als er verwundet zu ihr kam. Damals, in einem Augenblick der Schwäche, entbrannte Liebe. Isolde will nun Rache und den Tod für Tristan und sich selbst – doch der Todestrank entpuppt sich als Liebestrank. Lebendigen Leibes versuchen sie Abschied zu nehmen von den Helden, die sie waren. Der Tag soll sich in Nacht, das Leben in Tod verwandeln. Tristan soll Isolde sein und Isolde Tristan. Doch Tristan entkommt seinem kriegerischen Heldentum nicht, die großen Verwandlungen scheitern.
„Tristan und Isolde“ ist ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Mit diesem Werk beginnt die musikalische Moderne: Nie zuvor waren Handlung und Figuren so eng mit einem komplexen Orchestersatz verzahnt. Nie zuvor wurden die Gesetze der Tonalität so phantasievoll ausgelegt, um der Neuformulierung eines alten Gefühls Raum zu geben. So unersättlich und todesnah klang Liebe nie.
Tilman Knabe, Regisseur bilder- und erzählstarker Inszenierungen, hat „Tristan und Isolde“ aktuell politisch befragt. Wagners „Handlung in drei Aufzügen“ wird so zu einem Stück über Macht und Politik.
Die Wagner-Verdi-Woche wird ergänzt durch die Podiumsdiskussion „Wagner und Verdi - Zwei Europäer zwischen Reform und Revolution“ am Sonntag, 14. April, 11 Uhr, Deck 3, moderiert vom Leitenden Musiktheaterdramaturgen des Staatstheaters Mainz, Carsten Jenß.
Die Musiktheaterpädagogin des Staatstheaters Mainz, Anna Scherer, bietet zu der Wiederaufnahme von „Tristan und Isolde“ am Freitag, 19. April, 17 Uhr, Probebühne 2 einen Einführungsworkshop zu Inhalt, Musik, Inszenierung, bei dem sich die Teilnehmer aktiv beteiligen können. Anmeldung erbeten unter Tel: (06131) 2851-151. Treffpunkt: Bühneneingang, Kleines Haus
14.03.2013 Heidelberger Stückemarkt
MACHTHABER beim Heidelberger Stückemarkt 2013 Kathrin Rögglas Werk in der Mainzer Inszenierung von Johannes Schmit am 30. April, 18.30 Uhr in Heidelberg, Zwinger1
Der Heidelberger Stückemarkt 2013 zeigt neben dem Wettbewerb wieder Gastspiele aktueller Uraufführungen und damit einen Ausschnitt aus der lebendigen deutschen Theaterszene. Schwerpunkte sind dieses Mal Griechenland und die Auswirkungen der europäischen Finanzkrise. Eingeladen wurde auch das Stück „machthaber“ von Kathrin Röggla in der Inszenierung von Johannes Schmit. Es wird dort am 30. April um 18.30 Uhr zu erleben sein. Das Staatstheater Mainz präsentiert sich damit u.a. neben dem Münchner Residenztheater und dem Berliner Ballhaus Naunynstraße.
„machthaber“ feierte am 20. Januar 2013 seine Deutsche Erstaufführung in der Studiospielstätte Deck 3 des Staatstheaters Mainz.
Die Finanzkrise ist ein Phantom: Gejagt, verdrängt und neu heraufbeschworen, bleibt sie immer flüchtig, ihre globalen Konsequenzen abstrakt. In „machthaber“ versucht sich Kathrin Röggla, analytische Beobachterin der Wirtschaftskriege unserer Tage, als Phantomjägerin. Hinter dem permanenten Alarmzustand spürt sie vor allem den Strategien des Leugnens und Verdrängens der aktuellen Krise nach. Fragen nach Urheberschaft und Verantwortung verschwinden dabei in der Röggla’schen kunstvoll indirekten Rede vager Anschuldigungen – ein gelungenes Bild für die abgehobene Sprache der Finanzwelt und ihre von der Außenwelt oft abgekoppelten Entscheidungen. Kathrin Röggla war 2012 Mainzer Stadtschreiberin.
In Mainz wird „machthaber“ am 28. April, zwei Tage vor dem Heidelberger Gastspiel, wieder auf dem Spielplan stehen.
19.2.2013 - Statisten gesucht
STATISTEN GESUCHT FÜR "LA GERUSALEMME LIBERATA"
Für die Opernproduktion „La Gerusalemme liberata“ sucht das Staatstheater Mainz männliche Statisten, die eine Ausbildung als Kampfsportler haben (Judo, Karate o.ä.) und zwischen 18 und 40 Jahren alt sind.
Die Proben beginnen am 25. März 2013, die Premiere ist am 17. Mai im Kleinen Haus.
Bei Interesse bitte den Bewerbungsbogen, erhältlich am Bühneneingang oder im Internet unter www.staatstheater-mainz.de (Service – Jobs), ausfüllen und für Dieter Rößler beim Pförtner am Bühneneingang abgeben.
11.12.2012 - Gewinnerstück aus "Gipfelstürmer Dramahopping Playspotting"
Laichen – Das Gewinnerstück aus „Gipfelstürmer Dramahopping Playspotting“
Premiere der erweiterten Fassung am 7. Juni 2013 auf Deck 3
Vier junge Autoren und vier junge Regisseure erstürmten am 22. September das Deck 3 mit einem theatral prall gefüllten Eröffnungsspektakel, der Jubiläums-Ausgabe von „Text trifft Regie“. Zum fünften Mal konkurrierten dabei Texte und deren szenische Einrichtungen um die Auszeichnung als vielversprechendste Arbeit durch das Publikum, das darüber in der Premiere und den fünf Folgevorstellungen abstimmen konnte. 415 Zuschauer der insgesamt 512 Zuschauer stimmten ab. Mit 1343 Punkten siegte schließlich Johannes Hoffmanns Stück LAICHEN in der Publikumsgunst. LAICHEN wird nun am 7. Juni 2013 auf DECK 3 in einer weiterentwickelten Fassung uraufgeführt, weiterhin in der Regie von Juliane Kann.
Zum Stück
Samstag. Wochenendbeginn. Sommer. Es ist heiß. Die Vögel zwitschern im Grünen - direkt neben dem herrlich plätschernden Pool. Herwig, Sandra und Marko sind die netten Leute von nebenan. Mit gepflegtem Grundstück. Mit großem Haus. Alles läuft gut, Familie und Vorstadtexistenz sind gesichert. Und dennoch ... Was passiert eigentlich, wenn alle Wunschträume erfüllt sind, die Hälfte des Lebens aber noch vor einem liegt? ... Ein Windstoß von Osten. Und im Pool laichen die Frösche.
Juliane Kann
(*1982) studierte szenisches Schreiben an der UdK, Berlin. Ihre Stücke wurden u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspielhaus Düsseldorf, am Nationaltheater Mannheim, am Deutschen Theater Berlin, am Hamburger Thalia Theater und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Juliane Kann erhielt für ihre Texte mehrere Preise, darunter 2009 der Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Juliane Kann studiert seit 2009 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" Regie. Zuletzt inszenierte sie ihre eigene Adaption des französischen Erfolgsromans „No und Ich" von Delphine de Vigan am Staatstheater Braunschweig. Derzeit erarbeitet sie am Jungen Theater Göttingen „Tschick" nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf.
Johannes Hoffmann
(*1981) studierte Schauspiel am Konservatorium Wien. Er spielte u. a. am Next Liberty in Graz, am Volkstheater Wien und am Theater in der Josefstadt Wien. Von 2009 bis 2012 war er festes Ensemblemitglied am Westfälischen Theater Paderborn. Mittlerweile konzentriert er sich als selbstständiger Schauspieler stärker aufs Schreiben. Von 2011 bis 2013 war er Teilnehmer am Lehrgang FORUM Text von uniT Graz. 2012 erhielt er das Dramatikerstipendium des BMUKK.
18.10.2012 - Vier Inszenierungen von Matthias Fontheim
Viermal Fontheim
„Tod eines Handlungsreisenden“, „Clybourne Park“, „Andorra“ und „Draußen vor der Tür“ – Jetzt im Spielplan!
Gleich vier Inszenierungen von Intendant Matthias Fontheim sind in den nächsten Wochen noch einmal am Staatstheater Mainz zu sehen.
Den Auftakt macht das Gastspiel des Theaters Bonn mit Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ am kommenden Samstag, 20. Oktober um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.
Nur kurz konnte der Handlungsreisende Willy Loman den amerikanischen Traum vom großen Geld träumen. Zwischen dem Erfolgsdruck in der Gesellschaft und der Erwartungshaltung seiner Familie reibt er sich zunehmend auf und geht der Wirklichkeit mehr und mehr verloren.
„Ein packender, emotionaler Theaterabend", lautete die Kritik auf WDR 3 und der Kölner Express urteilte „Es ist ganz großartige Kunst, die die Zuschauer mit langem, starkem Beifall honorieren.“
2011 feierte das Staatstheater Mainz mit der Deutschsprachigen Erstaufführung von „Clybourne Park“ des amerikanischen Autors Bruce Norris in der Inszenierung von Intendant Matthias Fontheim einen großen Erfolg. Für sein Stück, das neben Mainz bisher nur in den USA und in London aufgeführt wurde, gewann Bruce Norris 2011 den „Pulitzer Prize for Drama“ und 2012 den „Tony Award“ für das beste Stück.
406 Clybourne Street lautet die Adresse des schmucken Einfamilienhauses in einem gutbürgerlichen Vorort. In Bruce Norris’ tiefschwarzer Komödie wird es zum Auslöser erbitterter Nachbarschaftsstreitigkeiten.
Zum letzten Mal ist die Erfolgsinszenierung nun am Samstag, 27. Oktober 2012 im Kleinen Haus zu sehen.
Ebenfalls vorerst zum letzten Mal ist am Freitag, 30. November um 19.30 Uhr im Kleinen Haus Matthias Fontheims Inszenierung von Max Frischs „Andorra“ zu sehen. Das „Theater-Modell des Ernstfalls“ (FAZ Rhein-Main) handelt von dem Kleinstaat Andorra, der in Kriegszeiten durch ein faschistisches Regime bedroht wird und in dem für die Figur des Andri das Jude sein zum Schicksal wird. Eine Inszenierung, die vom Mainzer Publikum begeistert aufgenommen wurde.
„Theaterglück nennt man das und ist als solches zur Zeit in Mainz zu erleben“, schrieb das Main Echo über Matthias Fontheims Inszenierung des Heimkehrer-Dramas „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert. Dieses Theaterglück ist nun mit der Wiederaufnahme am Dienstag, 4. Dezember um 19.30 Uhr wieder am Staatstheater Mainz zu erleben.