TRISTAN UND ISOLDE
Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten
„Bäumer war wirklich ganz exzellent! Er hat diese Partitur mit einer sehr kräftigen Bürste durchgewalkt – sehr kernig, sehr rau das Ganze angelegt, nicht so symphonisch, so fließend wie man das oft hört. Besser konnte man seinen Einstand hier nicht feiern!“
Dradio „Fazit“, 17. September 2011
„Ruth Staffa [als Isolde] und Alexander Spemann [als Tristan] übertreffen so manches, was an weit größeren Häusern zu Gehör kommt.“
DLF „Kultur heute“, 18. September 2011
„Selten hat man ‚Tristan und Isolde‘ so theatralisch dicht, aufreibend spannend und im Detail oft erstaunlich genau textlegitimiert erlebt als tatsächlich auch äußere ‚Handlung‘.“
Mainzer Rhein-Zeitung, 19. September 2011
„Bei seinem Mainz-Debüt machte Bäumer klar, dass er angetreten ist, höchstes Niveau zu bieten. So langsam und intensiv das Vorspiel zum ersten Akt mit seinen spannungsvoll ausgehaltenen Pausen, so spieltechnisch makellos das zum dritten Akt mit seinen blitzsauberen Flageolett-Passagen – Bäumers ‚Tristan‘ versprach nicht, sondern hielt bereits alles.
Stolz kann das Staatstheater auch darauf sein, dieses Wagner-Schwergewicht ausschließlich durch Ensemblemitglieder stemmen zu können. Neu ins Ensemble geholt wurde dafür die gebürtige Wiesbadenerin Ruth Staffa als Isolde, eine Sopranistin mit umwerfender Bühnenpräsenz. Ihr Sopran ist mehr rund als scharf, dabei doch größer als der Tristan-Tenor von Alexander Spemann. Sympathisch aber, wie der sein natürliches Maß nie sprengen wollte, nie forcierte, immer kultiviert blieb. Spemann beeindruckte durch Schönheit, nicht durch Potenz. Großartig war auch die zweite Reihe besetzt, mit Patricia Roach als verschleierte Brangäne und Heikki Kilpeläinen als Kurwenal.“
Frankfurter Rundschau, 19. September 2011
„Zum Erstaunlichsten gehörten die Leistungen von Ruth Staffa als Isolde und Alexander Spemanns Tristan. Der Mainzer Tenor vom Dienst forciert nicht, sondern setzt konsequent auf differenzierte Gestaltung und die Schönheit seines Timbres, das er sich auch noch mit böser Bauchwunde bewahrt. Der Kurwenal von Heikki Kilpeläinen hat Festspiel-Format, Patricia Roach ist eine bemerkenswert expressive Brangäne.“
Allgemeine Zeitung Mainz, 19. September 2011
„Mit unerschöpflicher Energie gestaltete Ruth Staffa die mörderische Partie in ihrer Spannweite zwischen Zorn und ekstatischer Liebe, zartesten Nuancen und brillanten Spitzentönen. Dies inspirierte nicht nur Alexander Spemann (mit heldischen Tönen im Military-Look), sondern auch Patricia Roach, eine leuchtkräftige Brangäne, hier Kopf einer Gruppe von Muslimas. Durchweg kräftig profiliert war Heikki Kilpeläinen als treuer Kurwenal. Jürgen Rust als Melot, Thorsten Büttner als Hirte und Alexander Kröner als junger Seemann ergänzen das Ensemble, dessen Leistung zu Recht gefeiert wurde.“
FAZ Rhein-Main, 19. September 2011
„Festzuhalten gilt: Der Regisseur macht eine Menge Angebote, und die Umsetzung ist überzeugend gelungen. Allen Zauber, Liebestrank versus Todestrank, lässt er aus, Tristan und Isolde lieben und streiten sich von Anfang an. Was immer man selbst mit der ‚Tristan‘-Oper verbunden hat, überhöhtes Pathos oder großes Gefühl: Knabe macht davon frei.“
Frankfurter Rundschau, 19. September 2011
„Dem Haus [ist] damit ein großer Wurf gelungen: musikalisch, inszenatorisch und vor allem sängerisch“
kulturfreak.de, 19. September 2011



