Pressestimmen

"ein starker, ungemein unterhaltsamer Theaterabend, der die vermeintlichen Gewissheiten der Wahrnehmung tüchtig durchschüttelt."

Darmstädter Echo, 21. Januar 2013

 

"Neben einer grandios schlichten wie wirkungsvollen Bühnenausstattung (Franziska Bornkamm) gewinnt die Inszenierung durch erzählstrukturierende Einfälle."
FAZ Rhein-Main, 21. Januar 2013

 

"Da kann der Zuseher noch was lernen - während er amüsiert bis angerührt dem hübsch-hintersinnigen Spiel um fatale Gefährdungen unserer multiplen Existenz als Mensch, als Name, als Datensatz, als Telefonnummer folgt."
Mainzer Rhein-Zeitung, 21. Januar 2013

 

"Löhle macht aus der Frage nach Zugangscodes und elektrischem Personlausweis ein zugleich sinnreiches wie lustiges Theaterstück."
Frankfurter Rundschau, 21. Januar 2013

 

 

Moritz ist Zahlenanalyst bei einer großen Agentur, fühlt sich aber nur wie ein besserer Buchhalter: Langweilig, wenig attraktiv und nicht mal auf den wirklich relevanten Markt spezialisiert. Doch seinen Bemühungen weniger normal zu sein schenkt niemand Beachtung. Niemand nimmt ihn überhaupt wahr – nicht mal Klara, die doch die große Liebe sucht. Bis es diesen Autocrash gibt, der den Algorithmus der Welt neu programmiert. Plötzlich beginnt Moritz wirklich zu verschwinden – oder vervielfältigt er sich eher? Eine merkwürdige Erfüllung seiner Sehnsucht nach dem Anderen?

Märkte bewertet man in Bezug auf Stabilität, aber ist der Wunsch nach Veränderung beim Menschen womöglich physiologisch? In seinem neuen Stück für das Staatstheater Mainz fragt Philipp Löhle nach der Berechenbarkeit unserer Existenz: Täglich Nudelsalat und Kantinenkarte zum Wiederaufladen? Oder Aufbrechen in ein gestohlenes Selbst und mit dem vom fremden Dispo gekauften Motorrad in den Sonnenuntergang? Die Figuren in „Nullen und Einsen“ sind Elemente einer dramatischen Permutation. In wechselnden Konstellationen wird an ihnen durchgespielt, was ist, was wäre, was sein könnte. Auf der Suche nach der Formel, die vielleicht alles dreht, nach dem, was man addieren oder subtrahieren müsste, damit plötzlich alles anders ist, besser, womöglich aber auch tödlich.

Philipp Löhle ist in der Spielzeit 2012 / 2013 Hausautor am Staatstheater Mainz. Mit Jan Philipp Gloger verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, die mit der Uraufführung des Auftragswerks „Nullen und Einsen“ nun fortgesetzt wird.

 

Premiere am 19. Januar 2013, Kleines Haus

URAUFFÜHRUNG

Philipp Löhle

 

Inszenierung Jan Philipp Gloger

Bühne Franziska Bornkamm

Kostüme Karin Jud

Musik Kostia Rapoport

Dramaturgie David Schliesing

 

Der Bär André Willmund

Der Direktor Marcus Mislin

Moritz Kremer Felix Mühlen

Klara Johanna Paliatsou

Der Professor Lorenz Klee

Jonas Mathias Spaan

Beck Stefan Graf

Jule Lisa Mies

Tom Tilman Rose