Pressestimmen
"Der Mainzer Generalmusikdirektor Hermann Bäumer [hält] eine vorzügliche Balance zwischen orchestraler Drastik und Zurückhaltung."
Frankfurter Rundschau, 10. September 2012
"Ruth Staffa ist darstellerisch eine brillante Elektra."
"Sanja Anastasias Klytämnestra als Spiegelbild einer morbid-dekadenten Psychopatin und Helen Lyons Chrysothemis mit einem Sopran voller Stahlkraft für emphatische Gesangsbögen. Klangvoll singt Heikki Kilpeläinen den Orest; Alexander Spemann ist ein fabelhafter Ägisth."
Darmstädter Echo online, 9. September 2012
"All das erzählt Knabe wieder mit geradezu filmischer Intensität, zahlreichen Effekten und einem enormen Statistenaufgebot für eine Oper, die bei den Sängern eigentlich kammerspielartig klein besetzt ist. Da ist immer etwas los, es wird spannend, wenn Orest mit einem Sondereinsatzkommando anrückt, um in den Palast einzudringen."
Mainzer Rhein-Zeitung, 10. September 2012
Elektra hält ihrem toten Vater und der Erinnerung an seine Ermordung die Treue. Sie lebt in Erwartung jenes Tages, an dem ihr Bruder aus der Fremde heimkehren wird, um den Mord am Vater zu rächen. Ein großes apokalyptisches Fest malt sich Elektra aus, ein Blutbad zu Ehren des Vaters, um das Ende der von ihr als Besatzungszeit erlebten Herrschaft zu feiern. Als ihr Bruder totgesagt wird, will sie selbst die Rache begehen. Doch ihr Bruder lebt und handelt schlussendlich allein. Elektra tanzt sich einsam und ekstatisch zu Tode. Der Machtwechsel findet ohne sie statt.
Mit ihrer „Elektra“ konfrontierten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal das Publikum 1909 mit einer entrechteten Frau, die mit der Macht ihrer Rede, der beschwörenden Kraft ihrer Erinnerung und dem Größenwahn ihrer Phantasie Krieg gegen bestehende Machtverhältnisse führt.
Richard Strauss gelang eine unvergleichlich sinnliche, komplexe Seelenmusik, die kindliche Sehnsucht und priesterliche Würde, kalte Überlegung und rauschhafte Entgrenzung mitreißend zum Klingen bringt und eine auch in ihrer Ohnmacht kraftvolle Gestalt kreiert: Elektra – eine Seele, zerrissen zwischen entsetzlicher Einsamkeit und der Sehnsucht nach der alles verändernden Tat.
TILMAN KNABE,
gefeierter Regisseur zwischen Hamburg, Stuttgart, Köln und Mainz. Nach „Tristan und Isolde“ in der Spielzeit 2011/ 2012 folgt nun seine zweite Mainzer Arbeit.
Premiere am 7. September 2012, Großes Haus
Tragödie in einem Akt von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hoffmannsthal
Musikalische Leitung Hermann Bäumer
Inszenierung Tilman Knabe
Bühne Annika Haller
Kostüme Eva-Mareike Uhlig
Studienleitung Michael Millard
Musikalische Einstudierung Clemens Heil/Mino Marani
Choreinstudierung Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie Carsten Jenß
Klytämnestra Sanja Anastasia
Elektra Ruth Staffa
Chrysothemis Helen Lyons
Aegist Alexander Spemann
Orest Heikki Kilpeläinen
Pfleger des Orest Dietrich Greve
Vertraute Aviva Piniane
Schleppträgerin Susanne Thomas
Junger Diener Patrick Hörner
Alter Diener Seok-Gill Choi
Aufseherin Julia Bell
1. Magd Katja Ladentin
2. Magd Anke Steffens
3. Magd Patricia Roach
4. Magd Tatjana Charalgina
5. Magd Vida Mikneviciute
Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz









