Zukunftstechnologien prägen unsere Lebensrealitäten – nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch, politisch und gesellschaftlich. In ihnen zeichnet sich ab, wie Zukunft aussehen könnte und welche Erwartungen, Ängste und Hoffnungen diese hervorruft. Sie beeinflussen, wie wir arbeiten und kommunizieren; wie Wissen entsteht und Entscheidungen getroffen werden. Zwischen algorithmischer Kreativität, wissenschaftlicher Innovation und neuen politischen Abhängigkeiten entsteht so eine Gegenwart, in der technologische Entwicklungen tief in gesellschaftliche und kulturelle Prozesse eingreifen. Die darüber geführten Debatten oszillieren dabei häufig zwischen Begeisterung und Sorge.
Die Diskursreihe Gesellschaft denken: Mensch & Maschine greift diese gesellschaftlichen Veränderungen auf und macht sie zum Gegenstand öffentlicher Diskussion. In Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität kommen an drei Abenden Perspektiven aus Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammen.
Die Veranstaltungen folgen einer gemeinsamen Bewegung – von der Imagination über die kulturelle Praxis bis zur politischen Realität. Sie widmen sich unterschiedlichen Facetten der Beziehung zwischen Mensch und Maschine: zwischen wissenschaftlicher Zukunftsforschung, künstlerischer Produktion und demokratischer Macht. Im Zentrum stehen dabei nicht technische Details, sondern deren kulturelle, politische und ästhetische Folgen. Zukunftstechnologien sind keine bloßen Werkzeuge: Sie greifen tief in Erkenntnisprozesse, Machtverhältnisse und demokratische Strukturen ein – oft unsichtbar, aber mit weitreichenden Folgen.
Imagination und Erkenntnis – Wissenschaft & Kunst
am 6. Mai 2026, 19 Uhr, Glashaus
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Zukunft entsteht nicht nur in Laboren, sondern auch in Bildern, Geschichten und Vorstellungen. Der Auftaktabend der Reihe widmet sich dem Wechselspiel zwischen wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Imagination. Der Autor Dietmar Dath liest aus seinem Roman „Skyrmionen. Oder: A Fucking Army“ und diskutiert mit Expert*innen aus Physik und Kulturwissenschaft darüber, wie Fiktion, Theorie und Zukunftstechnologien ineinandergreifen. Der Abend fragt danach, wie sehr wissenschaftliche Erkenntnis von Imagination begleitet ist – und welche Zukunftsbilder unsere Gegenwart prägen.
Theater der Zukunft – Kunst & Technologie
am 28. Mai 2026, 19 Uhr, Glashaus
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Künstliche Intelligenz, VR/AR und algorithmische Systeme verändern künstlerische Produktionsweisen grundlegend. Der zweite Abend der Reihe untersucht, was diese Entwicklungen für das Theater bedeuten – nicht als Technikschau, sondern als ästhetische und kulturwissenschaftliche Befragung. Im Zentrum stehen Fragen nach Autorschaft, Präsenz, Kollektivität und Verantwortung: Was passiert mit Theater, wenn Maschinen in kreative Prozesse eingreifen? Welche Rolle kann und soll Theater in einer zunehmend technisierten Welt einnehmen?
Macht und Demokratie – Technologie & Politik
am 22. Juni 2026, 20 Uhr, Glashaus
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Zukunftstechnologien strukturieren zunehmend politische Wirklichkeit. Algorithmen beeinflussen Meinungsbildung, Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse; digitale Infrastrukturen werden zu zentralen Machtfaktoren moderner Demokratien. Der dritte Abend der Reihe richtet den Blick auf diese Entwicklungen und diskutiert Risiken wie Desinformation, Überwachung und Abhängigkeiten von Technologiekonzernen ebenso wie mögliche Chancen für demokratische Teilhabe und Transparenz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technologische Innovation mit demokratischer Verantwortung verbunden werden kann.
Besuchen Sie vor oder nach der Vorstellung gern unser Theaterrestaurant ZUM GRÜNEN KAKADU am Gutenbergplatz.
BESETZUNG
Programm & Konzept: Florian Kind, Dr. Davina Beck
Imagination und Erkenntnis – Wissenschaft & Kunst Mit: Dietmar Dath (Autor, Journalist FAZ), Prof. Dr. Jairo Sinova (JGU Mainz, Physiker, Experte für Spintronik und die Erforschung von Skyrmionen), Dr. Libuše Hannah Vepřek (Kulturwissenschaftlerin & Informatikerin) Moderation: Dr. Johannes Ullmaier (JGU Mainz)
Theater der Zukunft – Kunst & Technologie Mit: Marcus Lobbes (Akademie für Theater und Digitalität / Theater Dortmund), Tina Lorenz (ZKM Karlsruhe), Prof. Dr. Benjamin Wihstutz (JGU Mainz) Moderation: Elena Philipp (nachtkritik)
Macht und Demokratie – Technologie & Politik Mit: Julia Kloiber (Superrr Lab), PD Dr. habil. Jasmin Fitzpatrick (JGU Mainz), Dr. Denis Alt (MdL) Moderation: Livia Gerster (FAS)
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