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Heikki Kilpeläinen
Oper

Der Bariton Heikki Kilpeläinen begann schon neben dem Technikstudium seine musikalische Ausbildung. Nach dem Abschluss als Diplom-Ingenieur setzte er seine Gesangsstudien an der Sibelius-Akademie in Helsinki fort. Seine Lehrer waren dort u. a. Sauli Tiilikainen, Tom Krause und Martti Talvela. Während der Studienzeit wurde er bei verschiedenen finnischen Gesangswettbewerben mit Preisen ausgezeichnet.
1993 trat er ins Opernstudio der Züricher Oper ein. Bereits vier Monate später erhielt er sein erstes Festengagement am Bremer Theater.
In Bremen entdeckte er die moderne Oper für sich. Er sang die Partie des Ich in Leben mit dem Idioten von Alfred Schnittke und die Titelpartie in Jakob Lenz von Wolfgang Rihm. Eine seiner ersten klassischen Rollen an der Bremer Oper war der Sharpless in Puccinis Madama Butterfly. Aus dieser Produktion entstand 1998 eine Gesamtaufnahme auf CD mit Heikki Kilpeläinen.
1997 folgte ein Engagement an der Oper Bonn, wo er Hauptpartien in verschiedenen Verdi-Opern und den Grafen in Mozarts Hochzeit des Figaro interpretierte.
Von 2000 bis 2009 war Heikki Kilpeläinen Ensemblemitglied an der Deutschen Oper am Rhein. Hier wirkte er unter anderem 2004 als Alsemero in der Uraufführung der Oper Vipern von Christian Jost mit.
In Deutschland gastierte er an vielen großen Häusern und ist daneben immer wieder in Finnland aufgetreten. An der Helsinki Oper war er 2005 als Mandryka in Arabella und bei dem Savonlinna Opera Festival 2009 als Sharpless in Butterfly und 2012 als Operndirektor Luigi in der Uraufführung der Oper La fenice zu erleben.
An der Genfer Oper wirkte er 2010 in Lulu mit und war dort 2011 als Pantalone in L'Amour des trois oranges von Prokofjew zu sehen.
Dem Lied- und Oratoriengesang blieb Heikki Kilpeläinen aktiv verbunden. Zahlreiche Auftritte mit dem Rheinischen Kammerchor Köln sowie sein Einsatz in der Matthäus-Passion mit dem Cantores Minores Chor aus Helsinki 2010 und 2012 zeugen davon.

Seit der Spielzeit 2010/11 ist Heikki Kilpeläinen als Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz tätig. Dort gab er Rollendebüts in der Titelpartie der Szymanowski-Oper König Roger und als Sebastiano in der Tiefland-Inszenierung von Katharina Wagner. Es folgten die Rollen des Kurwenal in Tristan und Isolde, Renato in Verdis Un ballo in maschera und die Titelpartie in Tschaikovskis Eugen Onegin. Für seine Interpretation des Macbeth in der gleichnamigen Verdi-Oper wurde Heikki Kipeläinen in der Zeitschrift Opernwelt als Sänger des Jahres nominiert. Ebenfalls als Debüt gab er Ende 2013 den Germont in Verdis Traviata.

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