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Murat Yeginer
Schauspiel

Murat Yeginer ist in der Türkei geboren und in München und Hamburg aufgewachsen. Er studierte Schauspiel in Hamburg und hat in mehr als 35 Bühnenjahren fast alle bedeutenden Theaterrollen gespielt, zum Beispiel Othello, Cyrano de Bergerac, zahlreiche Woody-Allen-Figuren und Arthur Millers Handlungsreisenden Willi Lohman.

Seit Anfang der Achtziger Jahre hat er sich auch als Bühnenautor profiliert. Nach der Übersetzung, Bearbeitung und Deutschen Erstaufführung des türkischen Erfolgs-Stückes Ikili Oyun von Bilgesu Erenus (1982) schrieb Yeginer selbst zwei handfeste Komödien über die moderne deutsche Realität: Vom Winde verdreht (UA 1992, Theater an der Glocksee, Hannover) und Vielleicht – Ein Spiel (UA 1995, Staatstheater Oldenburg).

Auch als Regisseur ist Murat Yeginer im westeuropäischen Kulturkanon zu Hause: In der letzten Saison erhielt er am Staatstheater Meiningen für Iphigenie auf Tauris den Publikumspreis Beste Regie. In Pforzheim lief zuletzt von ihm eine in der Deutschen Bühne besprochene Inszenierung von Was ihr wollt und Maria Stuart, in Meiningen inszenierte er im Mai 2014 König Lear. In der Spielzeit 2014/15 wird er in Pforzheim Dantons Tod und in Hamburg Wir sind keine Barbaren inszenieren.

Seit 2008 ist Yeginer Schauspieldirektor am Theater Pforzheim. „Mich hat das Theater in Deutschland integriert“, so ist er überzeugt und gibt seine Erfahrungen an junge Menschen heute weiter.
In Pforzheim hat er das Projekt Stage Enter ins Leben gerufen, das Jugendliche mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Hintergründen auf Augenhöhe zusammenbringt und inzwischen landesweit als vorbildliches Präventions-Projekt gelobt wird. Für Kinder im Grundschulalter hat er gemeinsam mit dem Verein Goldader Bildung e.V. das Goldader-Sommercamp entwickelt und drei Jahre lang die Schirmherrschaft innegehabt.

Aufgrund seiner tiefgreifenden Erfahrungen auf diesem Gebiet wurde er 2011 in den Expertenbeirat für das bundesweite InterKultur-Barometer berufen. Aus dieser Arbeit sind Fachvorträge und Schulungen für Menschen in Führungspositionen entstanden, die neue Wege im Umgang mit der, aufgrund der demographischen Entwicklung unausweichlichen, Transformation unserer Gesellschaft aufzeigen.

Seit Beginn der Spielzeit 2014/15 ist er als Schauspieler am Staatstheater Mainz engagiert. Hier spielte er Harro Hassenreuter in Die Ratten (Regie: Jan-Christoph Gockel), in Water by the spoonful (Regie: K.D. Schmidt), Duncan in Macbeth (Regie: Jan-Christoph Gockel), Nathan in Nathan der Weise (Regie: K.D. Schmidt) sowie in Monty Python's Spamalot (Regie: Ekat Cordes).

In dieser Spielzeit 2016/17 ist er in den Wiederaufnahmen von Macbeth, Nathan der Weise und Monty Python's Spamalot zu sehen.

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