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Fisches Nachtgesang

Ein ungeordneter Abend mit Lady Dada

"Schwier und Larisch haben ihr Programm mit Texten und Musik von Richard Huelsenbeck, Walter Mehring, Kurt Schwitters, der Band „Element of Crime“, George Aperghis und anderen aufs Feinste konzipiert, schnell geraten die Dinge in einen Fluss."

"Schwier und Larisch, dem mittlerweile ein Schnurrbart gewachsen ist, schwirren durch den Raum, der Funke springt über, vieles kommt zusammen: Unzählige schräge Bilder und Szenen werden beschworen, lautmalerisch sind Spielereien mit Silben – präzise gestalten Schwier und Larisch ihre Performance. Die Sängerin überzeugt primär durch vokalistische Einlagen: „O wie wohl ist mir am Abend“ zerlegt sie in Einzelteile. Larischs Mienenspiel ist stoisch wie effektvoll, wobei sein Schnurrbart wächst und wächst." (Allgemeine Zeitung)


1916 eröffneten Hugo Ball und Emmy Hennings das Cabaret Voltaire in Zürich. Es war die Geburtsstunde einer ästhetischen Revolution. Gemeinsam mit etwa einem Duzend Künstlerinnen und Künstler schufen sie Dada. Exilanten waren sie, geflohen aus ihren jeweiligen kriegführenden Ländern. Und mit ihrer radikalen Kunst suchten sie nach einem Ausdruck, dennoch Freiheit und Unabhängigkeit zu leben und behaupten.
Als „gezielte Intervention“, als eine „Abrissbirne“ bezeichnet der Philosoph Wolfram Eilenberger die Kunst des Dada. Eine Abrissbirne, die sich im als eng empfundenen Gebäude der vorherrschenden Kunst Raum schuf, um Neues entstehen zu lassen. Denn diese Kunst hatte spätestens mit dem Ersten Weltkrieg ihre Unschuld verloren. Sie stand unter Ideologieverdacht, der Nationalbegriff der Romantik wurde als kriegstreibendes Element wahrgenommen und die Sprache von Goethe und Schiller galt nicht länger als Übersetzung des Wahren, Guten und Schönen.
Die Dadaisten reagierten mit radikalem Entzug, mit dem Rückzug auf die elementarste Ausdrucksweise dessen, was unsere Emotionen zu spiegeln vermag: der reine Klang. Sie erfanden die konkrete Poesie, entwickelten das Lautgedicht weiter, brachten das dynamische Gedicht und das Aktionsgedicht, zu dem man sich gymnastisch bewegte, in die Welt. Buchstaben wurden nun über Klänge verwoben, nicht über Sinn: Die dadaistische Kunst ist die pure synästhetische Erfahrung, „klangmagische Gebilde“ (Raul Schrott), die mit allen Sinnen erlebt werden.
Dada war radikal und neu – aber bei weitem nicht aus dem Nichts entstanden. Futurismus, Expressionismus, Symbolismus waren ästhetische Vorläufer. Hinzu kam die Erfahrung der Großstadt, das neue Erleben von Geschwindigkeit und Masse, die Entdeckung des Unterbewussten durch Freud, die naturwissenschaftlichen Revolutionen und die damit einhergehende Auflösung von Raum und Zeit. Aus den verschiedensten Welterklärungs- und Weltwahrnehmungssystemen suchten die Dadaisten Material und übersetzten dies in die intensivste und einfachste Ausdrucksweise, die denkbar ist – die Reduktion auf Laute, den unmittelbaren Zugang zur Wirklichkeit.
Das ungemein Sympathische an Dada ist der große Humor, die Selbstironie und absurde Spielfreude der Dadaisten. Und das ungemein Aktuelle an Dada ist, dass wir uns heute in einem ganz ähnlichen Entfremdungszustand zur Welt befinden, zu ihrer Unübersichtlichkeit, zu ihrer uneigentlichen Sprache, zur Sinn- und Sinnenverwirrung. Dada lebt weiter.

„Dada kann man nicht begreifen, Dada muss man erleben“, sagte einst Richard Huelsenbeck, Mitbegründer und Chronist des Dadaismus‘, und der Ort dafür ist natürlich die Kakadu Bar.
Hier nehmen uns Maren Schwier und Denis Larisch mit auf eine poetische Reise durch die künstlerischen Gedankenspiele und Performances damaliger und heutiger Dadaist*innen.

Fisches Nachtgesang

Ein ungeordneter Abend mit Lady Dada


Die Bar öffnet eine Stunde vor jeder Veranstaltungen und lädt Sie zum Verweilen auch noch hinterher ein.

Trailer


Kakadu Bar
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TERMINE
4.01.2022, 13.02.2022, 23.03.2022

Mit freundlicher Unterstützung der

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von und mit Maren Schwier und Denis Larisch

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Szenischer Monolog nach Emile Zola

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Das Verschwinden der Lucia Moholy
von Kathrin K. Liess (2021)



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