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5. Sinfoniekonzert

25. und 26. März

Béla Bartók
Musik für Saiteninstrumente,
Schlagzeug und Celesta Sz. 106

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10


Mit der Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta gelang Béla Bartók eines der großen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, das sowohl durch seine kunstvolle Konstruktion als auch rhythmische und melodische Expressivität besticht. Der merkwürdige Titel der Komposition rührt von deren ungewöhnlicher Besetzung her: stereophon zu beiden Seiten des Podiums ist ein doppeltes Streichorchester platziert, im Zentrum dazwischen befinden sich Schlagzeug, Celesta, Xylophon, Harfe, Klavier und Pauken. Die Streichergruppen werden blockhaft gegeneinandergesetzt oder in sich aufgebrochen, Klavier und Pauke setzen Akzente, Glissandi tragen zum Klangkolorit bei, und auch die Streicher werden zu Perkussionsinstrumenten, wenn etwa die Pizzicati so stark ausgeführt werden sollen, dass die Saite auf das Griffbrett aufschlägt. Sowohl die historische Tradition westeuropäischer Kunstmusik, also die Vorbilder Bach und Beethoven, als auch seine Zeitgenossen – Strauss‘ Instrumentationskunst, Debussys luzide Harmonik, Strawinskys barbarische Rhythmen und Schönbergs Atonalität – sind als Einflüsse in der Komposition erkennbar. Angereichert durch seine intensive Beschäftigung mit der Volks- und Bauernmusik und zusammengefügt mit seinen ureigenen Klangvorstellungen formte Bartók hier erstmalig seine eigene, unverwechselbare Musiksprache. Der dritte Satz gelangte später zu Berühmtheit im Soundtrack von Stanley Kubricks Stephen-King-Verfilmung Shining und brachte Bartók ein unfreiwilliges Renommee als Gruselkomponist. Dass ihm eine solche Festlegung Unrecht tut, wird die Interpretation des Philharmonischen Staatsorchesters mit Daniel Montané belegen.
Dmitri Schostakowitsch vollendete sein erstes großes Orchesterwerk, die Sinfonie Nr. 1 in f-Moll, 1925 als Abschlussarbeit am Konservatorium. 19 Jahre ist er gerade alt, doch schon in diesem Frühwerk steckt jede Menge Schostakowitsch, also viel von dem, was seine Musik bald so unverwechselbar macht. Ganz selbstverständlich bedient er sich der klassischen Form einer Sinfonie mit Sonatensatz, Scherzo, langsamem Satz und Finale, bricht sie mit seinem außerordentlich frech-karikierenden Tonfall jedoch von innen heraus auf: Die musikalische Sprache ist parodierend, teilweise fast comichaft, geprägt von rasanten Tempowechseln, die gar nicht erst versuchen, geschmeidig ineinander überzugehen. Im Gegenteil: Der harte Schnitt ist Prinzip, sorgt für Turbulenz und Ironie – eine „Sinfonie-Groteske“, wie Schostakowitsch selbst es treffend charakterisierte. Wobei er im 3. Satz beweist, dass er nicht nur episodisch, sondern auch in großen Bögen komponieren kann – dem elegischen Melos der großen spätromantischen Tradition folgend.

5. Sinfoniekonzert

25. und 26. März


Großes Haus
BESETZUNG

Dirigat: Daniel Montané
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Pimpinone oder Die ungleiche Heirat

von Georg Philipp Telemann (1725)

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Il trionfo del Tempo e del Disinganno

(Der Triumph der Zeit und der Erkenntnis) von Georg Friedrich Händel (1707)



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