Elena Scheicher (*1994) definiert sich durch die visuelle Gegenüberstellung von Naturalistischem und Innovativem, immer in Bezug auf die theatralische Realität. Die Suche des Zusammenspiels von Raum und Identität, Technologie und Lyrik bildet den roten Faden, der sich durch ihre Arbeit zieht. Elena Scheichers Verständnis von Kostüm als Kunstform geht auf ihre erste Assistenz bei Marianne Glittenberg zurück, der sie von 2013 bis 2015 bei den Salzburger Festspielen und an der Staatsoper Wien assistierte. 2017 begann sie mit dem Bühnen- und Kostümbild-Studium an der Kunsthochschule Weißensee Berlin. Ihre Studienzeit war geprägt von Projekten in der freien Szene Berlins. 2018 nahm sie die Assistenz für Stefan Hageneier bei den Passionsspielen in Oberammergau an.
Als Antwort auf die Pandemie entwickelte sie die Wanderbühne „Frau Jolly Roger“, mit der sie in Neustrelitz am Landestheater, in Berlin bei KulturMitte (Regie: Lara M. Tacke) und im Zuge der sommer.frische.kunst in Salzburg tätig war. Dabei entstand eine besonders fundierte Zusammenarbeit mit der Regie im Austausch zum öffentlichen Raum.
Mit dem Operettenkollektiv Tutti d*amore entwickelte Elena Scheicher eine weitere mobile Bühne und tourte im Sommer 2022 durch Berlin und Umgebung. Anfang 2023 gestaltete sie die Ausstattung für Die Lage (Regie: Max Radestock) am Neuen Theater Halle und für weitere Produktionen am Theater Konstanz (R: Abdullah Karaca), Berliner Ensemble (R: Fritzi Wartenberg), an der Oper Basel (R: Tilman aus dem Siepen) sowie in den folgenden Spielzeiten am Schauspielhaus Hamburg (R: Noemie Friedmann), Schauspiel Köln (R: Fritzi Wartenberg) und Theater Aachen (R: Tristan Linder).