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Die in Baltimore geborene Schweizerin war nach einem Studium bei Marika Besobrasova in Monte Carlo zunächst Solistin in Turin, bevor sie von William Forsythe für acht Jahre an das Ballett Frankfurt und anschließend für fünfzehn Jahre an das Choreographische Theater Freiburg und Bonn engagiert wurde. 2000 gründete sie mit dem Dramaturgen Rainald Endrass zusammen die deutsch-schweizerische Kompanie CocoonDance. Seit 2004 bespielt diese die Sparte Tanz im Bonner Theater im Ballsaal, einem Haus der produzierenden Künstler*innen, Schnittstelle und Wirkungsbereich verschiedener Felder des Zeitgenössischen Tanzes, darunter auch zahlreiche Projekte der Kunstvermittlung, wie bspw. die preisgekrönte Junior Company Bonn. Seit 2016 ist die Kompanie in Residenz am im schweizerischen Monthey und auch assoziierte Künstlerin am Théâtre du Crochetan, wo Rafaële Giovanola außerdem die Cie Junior de Monthey etablierte.
2021 wurde die MoveApp veröffentlicht, mit der sich Tanzbegeisterte digital miteinander vernetzen können und durch die Beiträge der User*innen ein sich stetig erweiterndes Glossar des Zeitgenössischen Tanzes entsteht.
Motor der künstlerischen Entwicklung ist wesentlich die Improvisations- und Ensemblearbeit. Kollektive Entscheidungsprozesse und eine enorm kontinuierliche Teamarbeit begründen die ästhetische Dichte der Arbeiten, die es in unnachahmlicher Weise schaffen, gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse mit zeitgenössischem Tanz zu verbinden und den ZuschauerInnen emotional nahe zu bringen. Auf ihrer Suche nach dem „noch ungedachten Körper“ übertritt die Kompanie regelmäßig die Grenzen der Vorstellungen von Körper und Bewegung. Die dabei aufgeworfenen Fragen suchen nicht nach letztgültigen Antworten, sondern eröffnen und entdecken neue Denk- und Wahrnehmungsräume, die die Zuschauer*innen bewusst mit einbeziehen.
Seit 2000 hat CocoonDance rund fünfzig abendfüllende Produktionen erarbeitet, die auf fünf Kontinenten gastierten, zahlreiche Preise gewannen und zu Showcase-Festivals in Deutschland und der Schweiz eingeladen wurden, wie u.a. der Tanzplattform Deutschland und STEPS Schweiz, ANTIGEL/Genf, CODA/ Oslo, MilanOltre, Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis etc. 2022 wurde Rafaële Giovanola in der Kategorie Beste Tanzinszenierung für Sphynx mit tanzmainz mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. Anfang 2025 erhielt sie den D&D Award der italienischen Zeitschrift Danza&Danza in der Kategorie „Beste/r zeitgenössische/r Choreograf/in 2024“. Nach einer Branchenumfrage der Redaktion des Online-Fachmagazins tanznetz.de wurde sie am Ende der Spielzeit 2024/25 als eine der zwölf einflussreichsten Persönlichkeiten der Tanzszene benannt.