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2. Sinfoniekonzert

„VOM SCHATTEN ZUM LICHT“

Pantscho Wladigerow Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 61 (DE)

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47


Zu Lebzeiten war der bulgarische Komponist Pantscho Wladigerow eine einflussreiche Stimme im europäischen Musikbetrieb. Während seiner Ausbildung in Berlin wurde er mehrfach ausgezeichnet, später von der renommierten Universal Edition unter Vertrag genommen und arbeitete auf Einladung von Max Reinhardt am Deutschen Theater. Die zunehmende antisemitische Hetze der frühen 1930er Jahre zwangen den jüdischstämmigen Komponisten zurück in seine Heimat Bulgarien, wo er in den folgenden Jahrzehnten mit allen hohen Staatspreisen dekoriert wurde und als Professor in Sofia sein Wissen an die folgenden Musiker*innengenerationen weitergab. In seinem Haus in Sofia begrüßte Wladigerow regelmäßig Gäste wie Emil Gilels, Swjatoslaw Richter, Dmitri Schostakowitsch oder David Oistrach. Letzteren riss Wladigerows 2. Violinkonzert aus dem Jahr 1968 zu wahren Begeisterungsstürmen hin: „Deine Musik ist wie immer voller Leben und reich an leuchtenden Farben … Großartig!“ Konzertmeister Mihail Katev präsentiert das mitreißend farbenprächtige Werk, das deutlich vor Ohren führt, warum Wladigerow auf den Konzertpodien im westlichen Teil Europas unbedingt häufiger zu hören sein sollte.
„Chaos statt Musik“ lautete die verhängnisvolle Überschrift, unter der in der sowjetischen „Prada“ 1936 Dmitri Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk verrissen wurde. In der Sowjetunion war ein solcher staatlich abgenickter Verriss nie eine nur künstlerische Auseinandersetzung, sondern bedeutete für den Komponisten eine existenzielle Bedrohung. Dass die Uraufführung von Schostakowitschs 5. Sinfonie schon im folgenden Jahr von der Öffentlichkeit wie auch den Staatsvertretern einhellig gefeiert wurde, kam einer Rehabilitierung nach dem vorangegangenen Skandal gleich. Für den Komponisten war das weihevolle Lob der sowjetischen Parteiführung mutmaßlich nur eine weitere Dosis desselben Gifts. Dabei kann man durchaus fragen, was genau die Parteiführung in den grimmig verzweifelten Märschen, der bis ins Groteske verzerrten „Per aspera ad astra“-Dramaturgie zu hören meinte: Mstislaw Rostropowitsch bezeichnete das sich vor lauter Jubel überschlagende Finale als „Triumph für Idioten“; Schostakowitsch hingegen kommentierte die Spekulationen über mögliche Deutungen seiner Musik mit der ihm eigenen Lakonik: „Hören Sie doch meine Musik, darin ist alles gesagt.“

2. Sinfoniekonzert

„VOM SCHATTEN ZUM LICHT“


Der Vorverkauf beginnt am 22.8.

Dauer: ca. 145 Minuten
19:00 Uhr - Auftakt im Saal

Das Theater öffnet 75 Minuten vor Konzertbeginn.
Konzerte am 16.10.2026 und 17.10.2026
16.10., 13 Uhr: Konzertteaser REINGEHÖRT zum 2. Sinfoniekonzert
Der Vorverkauf beginnt am 29.08


Großes Haus
Online Tickets



Besuchen Sie vor oder nach der Vorstellung gern unser Theaterrestaurant ZUM GRÜNEN KAKADU am Gutenbergplatz.

BESETZUNG

Violine: Mihail Katev
Dirigent: Dirk Kaftan
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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Reingehört

Kleine Pause mit großem Orchester

3. Sinfoniekonzert

„ENERGY CONCERT“

Die Piraten von Penzance

von William Schwenck Gilbert und Arthur Sullivan (1879)

Falstaff

Giuseppe Verdi (1893)



Staatstheater
Mainz