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Für Call Me (,) Daddy oder Rettet die Zärtlichkeit oder Die Räuber aber nicht von Schiller sondern von dein Herz stellen sich drei junge Männer der Gewalt- und Einsamkeitsspirale. Sie fassen dafür in die Wunde toxischer Männlichkeit, wenn sie anfangs schattenboxen, ihre Körper an der Wand reiben oder gemeinsam „Let me do 15 push ups, that's how I punish myself when I make mistakes!“, „I wanna tongue kiss a sexy woman right now!“ und andere Sager von Jeremy Fragrance, dem alpha male und Parfum-lnfluencer, rezitieren.
Danach begeben sie sich auf die Suche nach wahrer Zärtlichkeit und durchforsten dabei ihre Erinnerung nach einer Erklärung, warum es ihnen so schwerfällt, zu weinen oder offen mit ihren Vätern zu sprechen. Sie erzählen Geschichten aus dem Kindergarten, von den Fußballmannschaften in der Schule und ihrem ersten Versuch, Liebe zu zeigen. Etwa davon, wie schwer es in der zweiten Klasse war, Jaël zu sagen, dass man sie mag, und ihr eine Kastanie schenkte. Aber auch davon, wie Nicholas später die unangenehme Nachricht überbrachte, dass Jaël sich trennen will, und die Kastanie zurückgab.
Sie stellen verschieden Experimente an: Wie kuschelt man richtig? Warum können wir beim Fußball-Gucken auf einmal etwas fühlen? Und wäre es nicht einfacher, wenn sich alle sogenannten „Männers“ für ein paar Minuten in Häschen verwandelten? Immer wieder begegnet ihnen auf dieser Spurensuche der Wunsch, ihre Väter so ganz für sich und ungestört tanzen zu sehen. Also schlüpfen sie am Ende ihrer Suche in die Rolle ihrer Väter, spüren in dieses Gefühl von Freiheit hinein und erfüllen sich damit einen lang gehegten Wunsch.
Für alle ab 15 Jahren
Dauer: 60 Min.
Deutsch, Englisch
Max Reinhardt Seminar Wien
Fotos: Nele Christoph
Regie: Nele Christoph und Jakob Wernisch
Text und Performance: Nele Christoph, Crispin Hausmann, Kaspar Maier, Jakob Leanda Wernisch
von Elisa Künast und Hannah Siecksmeier
nach Virginia Woolf