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von Elisa Künast und Hannah Siecksmeier
„Die Wende. Klingt wie ein Neuanfang. Doch was ist, wenn er gar kein Anfang war, sondern eine Trennung, ein Riss?“
Inspiriert wurde das Stück von Erinnerungen und Interviews mit Frauen, die in Ostdeutschland aufgewachsen sind und jetzt im Rhein-Main-Gebiet leben. Wir haben über Kindheit im Osten gesprochen, über Mutterschaft zwischen Arbeit und Fürsorge, über Brüche und Verluste. In diesen Gesprächen erkannten wir, dass es einiges zu betrauern gibt.
Im Stück durchlebt eine Performerin verschiedene Trauerphasen nach dem Ende einer unausgeglichenen Beziehung. Dabei ist sie sich aber nicht ganz sicher, ob mit ihr Schluss gemacht wurde oder sie Schluss gemacht hat. Klar ist: ein Umzug steht bevor. Es ist vorbei.
Eine Mammutaufgabe wurde ihr damit auferlegt, da im Prozess der Verarbeitung von Schmerz viele Fragen offenbleiben.
Was macht man mit den ganzen Dingen, die an eine vergangene gemeinsame Zeit erinnern? Wegschmeißen oder behalten?
Was gilt es für die Zukunft einzupacken oder ist es ein klarer Schnitt; ein eindeutiges Ende?
Sie beschäftigt sich mit Verarbeitung und Neubeginn zwischen politischen Systemen, die uns und unsere Familien geformt haben. Wie können wir die Widersprüche aushalten, zwischen verlassen wollen und verlassen werden? Und immer wieder ruft Mama an.
Es geht um den Osten. Es geht um Trauerarbeit. Es geht um Beziehungen. Für diese Ambivalenzen gab es keine Vorbereitung; und trotzdem müssen wir mit ihnen leben.
von Elisa Künast und Hannah Siecksmeier
Dauer: ca. 90 Minuten
Entstanden im Rahmen des Studienprojekts vier des Studiengangs Regie an der HfMDK in Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie, gefördert von der HfMDK und der HTA
Danke an Beate Gallus, Monika Gysel, Franziska Haug, Jonas Haug, Conny Künast, Ute Künast, Ingrid Miethe, Friederike Thielmann
Fotos: Marvin Fuchs
Regie und Text: Elisa Künast
Performance: Anna Stiede
Text und Dramaturgie: Hannah Siecksmeier
Bühne und Kostüm: Lena Reichl
Sound Design: Florian Illing
von Elisa Künast und Hannah Siecksmeier
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