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von Liv Strömquist (2024)
Solange die Menschheit an Gott und ein Jenseits glaubte, war das Leben im Diesseits eine einfache Angelegenheit: Egal wie erfüllt oder misslungen es erschien, es blieb ein Vorspann für das große „Danach“. Doch die Ablösung dieses Glaubens durch die kapitalistische Idee, möglichst schnell möglichst viel aus dem eigenen Leben heraus zu holen und dabei ständig Spaß zu haben, sehr gut auszusehen und durch Fitnessroutinen der eigenen Sterblichkeit ein Schnippchen zu schlagen, zeichnet Liv Strömquist mit viel Witz und Intellekt in ihrer Graphic Novel Das Orakel spricht. Dabei seziert sie nicht nur den kometenhaften Aufstieg des Expertentums im Allgemeinen, sondern swipt genauso virtuos zwischen Ronald Reagens Astrologin, Influencer*innen der Manosphere und den Ziegen des Orakels von Delphi. Das innere Kind wird gesucht, Hartmut Rosa fährt Rolltreppe und die Verwandlung dessen, was früher einfach „Leben“ hieß, in bewertbare Leistungsbereiche wird mit aller Konsequenz durchgespielt.
Regisseurin Katharina Stolls Arbeiten waren bereits zum Edinburgh Fringe Festival, Radikal Jung, den Mülheimer Theatertagen und Fast Forward Dresden eingeladen, 2025 war sie mit ihrem Kollektiv Glossy Pain und Katja Lewinas Bock vom Theater Mülheim an der Ruhr zu Gast beim Festival Grenzenlos Kultur. Das Orakel spricht ist ihre erste Inszenierung am Staatstheater Mainz.
von Liv Strömquist (2024)
Deutsch von Katharina Erben
Inszenierung: Katharina Stoll
Ausstattung: Wicke Naujoks
Dramaturgie: Katrin Schmitz
Musical von Georg Kreisler
von Missy Mazzoli (2016)
von Arthur Miller (1949)
von Marco da Silva Ferreira