Handlung der Fassung von GUDRUNS LIED

von Elisabeth Stöppler

Gudrun hat ihren Ehemann Atli ermordet, nachdem sie ihm die Leichen der gemeinsamen Söhne zum Essen vorgesetzt hat.
Rückwirkend macht sie sich selbst den Prozess und schaut zurück auf ihr Leben, erinnert sich an ihre glückliche Kindheit und deren abruptes Ende, als man sie Sigurd zur Frau gab.

Grimhild, Gudruns Mutter, stellt die Familienverhältnisse klar und löst damit bei Gudrun eine albtraumhafte Erinnerung an ihre Rivalin Brynhild aus: Aus Rache für ihre Verschleppung und unfreiwillige Verheiratung mit Gudruns Bruder Gunnar verrät Brynhild ihren ehemaligen Geliebten Sigurd an die Brüder. Verzweifelt tötet sie sich schließlich selbst.

Guttorm, Gudruns jüngster Bruder, bekennt sich zu seiner Schwester und gesteht unvermittelt den Mord an Sigurd. Gudrun, untröstlich über Sigurds Tod, gibt ihrem Bruder die Schuld an ihrem Leid und erinnert sich an die Hochzeit mit Sigurd, die folgende Schwangerschaft, den vermeintlichen Tod ihres gemeinsamen Kindes Svanhild und familiäre Auseinandersetzungen – innerhalb derer sie mit Atli, dem Bruder Brynhilds, verheiratet wurde.

Die Toten – Atlis Bote Knefrodur, die Witwen von Gudruns Brüdern, Kostbera und Glaumvör, Atli selbst sowie die ermordeten Knaben – erscheinen Gudrun und quälen sie mit unheilvollen und blutigen Prophezeiungen. Guttorm und Grimhild gelingt es nicht, Gudrun aus ihrem Delirium herauszureißen.

Die grausamen Morde an Gudruns Brüdern Högni und Gunnar durch Atli werden dargelegt. Gudrun spricht anschließend erstmals über ihren Mord an Mann und Kindern. Die blutrünstigen Bilder von Atli und seinen Schergen lassen sie jedoch nicht los

Svanhild, die totgeglaubte Tochter Gudruns, sucht das Gespräch mit ihrer Mutter. Gudrun stellt sich nach langem inneren Kampf erneut ihrer Vergangenheit.

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