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Edgar Reitz: Filmzeit, Lebenszeit

Lesung

Edgar Reitz hat den deutschen Autorenfilm mitbegründet, mit seiner Heimat-Trilogie Filmgeschichte geschrieben. So wie er dort eindrucksvoll das persönlich Erlebte mit den Zeitläufen verband, tut er es auch hier - in seiner Autobiographie. Reitz erzählt von seiner Kindheit in den dreißiger Jahren, einer Jugend im Krieg, der Nachkriegszeit, dem jungen Mann, den es in die Ferne zieht, seinen Studienjahren in München, wo sich ihm eine neue Welt der Kultur eröffnet, und schließlich von der Filmkunst: Mit den Unterzeichnern des Oberhausener Manifestes verbreitet er den Slogan Papas Kino ist tot!, die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Films; er begegnet Literaten wie Günter Eich, internationalen Filmgrößen wie Romy Schneider oder Luis Buñuel, arbeitet mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Hannelore Elsner und Mario Adorf, Regisseuren wie Alexander Kluge und Werner Herzog.
Reitz ist ein großer Chronist deutscher Sehnsucht und Geschichte, zugleich ein feinfühliger Erzähler, der uns von der Vorkriegszeit über die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart führt. Immer wieder kreist er um die Frage, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und sich von ihr loszumachen, aufzubrechen oder zurückzukehren - und trifft damit ins Herz unserer Zeit. Ein besonderes Dokument des Lebens wie eines ganzen Jahrhunderts, kraftvoll erzählt und berührend, beeindruckend in seiner Farbigkeit. Ein großes Erinnerungswerk und zugleich hochaktuell.

Edgar Reitz: Filmzeit, Lebenszeit

Lesung


Kleines Haus
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TERMINE
22.11.2022

In Kooperation mit SWR lesenswert

BESETZUNG

Mit: Edgar Reitz
Moderation: Alexander Wasner

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Edgar Reitz: Filmzeit, Lebenszeit 19:30
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Der Krieg soll verflucht sein

Lesung und Gespräch mit ukrainischen Autor*innen sowie Mitgliedern des Schauspielensembles

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Hänsel und Gretel

von Engelbert Humperdinck (1893) / halbszenische Aufführung

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Mensch Meier

von Franz Xaver Kroetz (1978)

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Der Mann ohne Vergangenheit

nach dem Film von Aki Kaurismäki (2002)



Staatstheater
Mainz