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Das Tal der Ahnen (UA)

Eine imaginäre Prärie mit Werken von Henry Purcell, Franz Kafka, Frank Zappa u. a.
spartenübergreifend

„Schrill, schräg, bunt – so sieht der Wilde Westen aus, den Niklaus Helbling in seiner Uraufführung Das Tal der Ahnen zeichnet.“ (Die deutsche Bühne)

„Schlauer, metaphorisch genialer könnte man den Hygienediskurs um Corona ins Theater nicht einbauen.“ (Die deutsche Bühne)

„Was Niklaus Helbling mit seinem Cross-Over-Arrangement, einer Mixtur aus Oper, Musical und Schauspiel, gelingt, ist, die Ambivalenz von Mythen herauszustellen.“ (Die deutsche Bühne)

„Das Tal der Ahnen ist schon auch ein zärtlicher, intelligenter Unfug, ein Tribut an Erinnerungen und an das Allerlei, das einem durchs Hirn saust. (…) Die Professionalität, die es für Quatsch stets braucht, ist gegeben.“ (FR)

„Buntes, pralles, lustvolles Theater.“ (FAZ)

In einer Inszenierung von Niklaus Helbling lädt das Ensemble aus Oper und Schauspiel die Zuschauer*innen an einen geheimen Ort ein: Im Tal der Ahnen findet der Stamm der Cherokee Zuflucht und Schutz vor seinen weißen Verfolgern. So erzählt es ein Bessy-Comic-Heft von 1967. Für viele Kinder waren diese Comics mit ihren fiktiven amerikanischen Ureinwohnern ein fast ebenso wichtiger Zufluchtsort wie das Tal für die Cherokee.
Auch Franz Kafka war ein Leser von Trivialliteratur. In seiner Erzählung Wunsch, Indianer zu werden beschreibt er einen rasanten Ritt auf einem Pferd. Mit zunehmender Geschwindigkeit lösen sich Zaumzeug und Tier in Luft auf, so als transportierte die Bewegung den Reiter in eine nächste Dimension oder ins Nirwana. Eine düstere Ahnung kommt hier auf: Die amerikanischen Ureinwohner finden nicht nur Schutz in ihrem Tal, sie sind dort auch dem Verschwinden, vielleicht gar dem Tode geweiht.
Melancholie gehört zu ihren Geschichten ebenso wie der Impuls zum Kampf, zur Gegenkultur. Als Sinnbild dafür kann der Komponist und Bandleader Frank Zappa gelten, der in den späten 60er und frühen 70er Jahren zur Ikone der Hippiebewegung wurde.
Zappas Songs, Kafkas Erzählung und das Comic-Heft bilden die Fixpunkte dieses Abends, den Niklaus Helbling gemeinsam mit den Musikern Paul-Johannes Kirschner und Dominik Fürstberger kreiert hat. In ihrem Tal der Ahnen kann man nicht nur Häuptlingen begegnen und hören, wie ein vertontes Comic-Heft klingt. Man kann auch erleben, wie Opernsänger*innen und Schauspieler*innen zu Rockstars werden.

Das Tal der Ahnen (UA)

Eine imaginäre Prärie mit Werken von Henry Purcell, Franz Kafka, Frank Zappa u. a.
spartenübergreifend



Kartenbuchungen sind persönlich, per Telefon unter 06131 2851-222 oder per Mail an →kasse@staatstheater-mainz.de möglich.

Premiere: 19,50 €
alle weiteren Vorstellungen: 16,50 € Einheitspreis


Altes Postlager, Mombacher Str. 11-15


TERMINE
17.06.2020 → Premiere, 20.06.2020, 23.06.2020, 26.06.2020, 27.06.2020, 30.06.2020, 1.07.2020
BESETZUNG

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner, Dominik Fürstberger
Inszenierung: Niklaus Helbling
Ausstattung: Eugenia Leis
Licht: David Neumann
Video: Philipp Haupt
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez


Unica: Katharina Uhland
Erich: Denis Larisch
Grace: Maren Schwier
Carlos: Johannes Mayer
Bernard: Brett Carter
Gabriel: Paul-Johannes Kirschner
Anton: Dominik Fürstberger

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