Der australische Bariton Brett Carter studierte an der Western Australian Academy of Performing Arts und war anschließend Mitglied des Australian Opera Studio. Nach ersten Engagements in Australien, u. a. bei Opera Queensland, führte ihn seine Laufbahn nach Deutschland, wo er zunächst am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert war.
Seit der Spielzeit 2014/15 gehört Brett Carter zum Ensemble des Staatstheater Mainz. Dort hat er sich in mehr als zehn Jahren ein vielseitiges Repertoire erarbeitet, das zentrale Partien des lyrischen und Kavalierbaritonfachs umfasst sowie zunehmend dramatische Rollen. Zu seinen wichtigen Partien zählen Rodrigo in Don Carlo, Conte Almaviva in Le nozze di Figaro, Marcello in La Bohème, Escamillo in Carmen, Valentin in Faust und Ford in Falstaff. Seine künstlerische Bandbreite zeigt sich auch in einem besonderen Interesse an Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. In Mainz war er zuletzt u. a. Frank/Fritz in Korngolds Die tote Stadt, in Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sowie als Jan in Missy Mazzolis Breaking the Waves zu erleben.
Mit der Spielzeit 2026/27 setzt Brett Carter seinen Weg ins dramatische Baritonfach konsequent fort. Am Staatstheater Mainz gibt er sein Rollendebüt als Friedrich von Telramund in Wagners Lohengrin und übernimmt erneut die Titelpartie in Verdis Nabucco.
Gastengagements führten ihn u. a. an die Staatsoper Stuttgart, die Oper Frankfurt und das Nationaltheater Mannheim. Im Sommer 2026 gastierte er als Escamillo bei den Heidelberger Schlossfestspielen. Auch international bleibt Brett Carter präsent: 2027 kehrt er für ein Engagement bei der West Australian Opera in Perth nach Australien zurück und wird dort erneut als Escamillo zu erleben sein.