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Sonja Westerbeck studierte in ihrer Heimatstadt München Musikwissenschaften, Neuere deutsche Philologie und Allgemeine Linguistik an der Ludwig-Maximilians Universität und wechselte dann an die TU Berlin und studierte u.a. bei Prof. Helga de la Motte-Haber. Studienbegleitend sammelte sie praktische Theatererfahrungen u.a. in der Dramaturgie an der Deutschen Oper Berlin (Moses und Aaron in der Regie von Götz Friedrich, Les Contes d‘Hoffmann in der Regie von Sven-Eric Bechtolf), an der Staatsoper Unter den Linden mit Schwerpunkt Tanz und bei renommierten Festivals für zeitgenössische Musik wie den MaerzMusik-Tagen in Berlin.
Das erste Festengagement als Regieassistentin für Musiktheater führte sie 2002 ans Theater Regensburg. 2004 wechselte sie als Dramaturgin an die Oper Leipzig. Hier betreute sie u.a. die Uraufführung Der schwarze Mönch von Philippe Hersant in der Regie von Tatjana Gürbaca, Fidelio in der Regie von Stein Winge und die vielbeachtete Inszenierung The turn of the screw in der Inszenierung von Immo Karaman. 2007 wechselte sie ans Staatstheater am Gärtnerplatz München. Hier fand die Fortsetzung der Arbeit u.a. mit Immo Karaman statt, sowie die Zusammenarbeit mit Rosamund Gilmore, Carlos Wagner u.a. Von 2011 bis 2016 war sie am Staatstheater Nürnberg engagiert. In diesen Jahren arbeitete sie mit Regisseur*innen wie u.a. Elisabeth Stöppler, Rosamund Gilmore, Mariame Clément, Verena Stoiber, Monique Wagemakers, Melissa King u. a.
In einem selbstgewählten Jahr als freiberufliche Dramaturgin verfasste sie zahlreiche fachspezifische Texte und betreute u.a. als Gastdramaturgin die Neuinszenierung des Musicals Cabaret an der Semperoper Dresden. 2017 kam sie zurück ans Staatstheater Nürnberg mit Schwerpunkt Tanz. Sie betreute Einstudierungen von Choreografien von u.a. Marco Goecke, Mats Ek, Johan Inger, William Forsythe, Crystal Pite, Hofesh Shechter, Ohad Naharin sowie alle Neukreationen von Goyo Montero.
Lehraufträge führten sie an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden und an die Akademie des Tanzes an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim.
Seit der Spielzeit 2021/2022 ist Sonja Westerbeck Chefdramaturgin für Musiktheater am Staatstheater Mainz. Sie betreute in den letzten Jahren u.a. die Inszenierungen von Immo Karaman (Stravinskys Rake’s Progress, Saariahos Emily), Marcos Darbyshire (Nabucco), Cordula Däuper (Kagels Zählen und Erzählen und Offenbachs Die schöne Helena), Verena Stoiber (Puccini Les Villis/ Leoncavallo I Pagliacci) u.a.
In dieser Spielzeit ist sie Produktionsdramaturgin bei Brechts Dreigroschenoper, bei Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold (Regie: Angela Denoke), bei der Stückentwicklung Picobello, ahoi! und zeichnet verantwortlich für die Uraufführung Der Chronoplan der Komponistin Julia Kerr in der Regie von Lorenzo Fioroni.